Firmengeschichte

Kaufmann's sind seit mehr als 100 Jahren im Kreis Köthen bekannte Geschäftsleute. Alles begann mit einem Kolonialwarenladen. Willi Kaufmann sammelte somit bereits in jungen Jahren Erfahrungen im Handel, so auch in seiner Lehre bei der Firma Eisen-Hartmann in Köthen.

Den Grundstein für das heutige Familienunternehmen legte Willi Kaufmann mit der Eröffnung eines Landhandelgeschäftes am 01.04.1932 in Zabitz. Nachdem er durch einen befreundeten Händler nach dessen Geschäftsaufgabe auf die Idee gebracht wurde, erweiterte er seine ursprüngliche Geschäftsidee um den Handel mit Kohlen.
Neben Kohlen wurden bei Kaufmanns auch Futtermittel, Kalk, Dünger und Waren, die auf dem Land benötigt wurden, verkauft.
Die Transporte von Briketts, Siebkohle und Koks aus den Werken Edderitz und Trebbichau wurden mit Hilfe von Fremdfahrzeugen bewältigt, bis 1965 der erste eigene Lastkraftwagen in Dienst gestellt wurde. Es war ein gebrauchter 55er Hanomag aus dem Jahre 1935 und der ganze Stolz der Kaufmänner.

Mit dem Kommisonshandelsvertrag Anfang der 1960er Jahre konzentrierte sich das Geschäft nur noch auf den Handel mit Briketts, Siebkohle und Koks. Der Landhandel konzentrierte sich auf die bäuerliche Handelsgenossenschaft (BHG). Für den nunmehr in Eigenregie laufenden Brennstoffhandel wurde der Hanomag hergerichtet und den besonderen Bedürfnissen des Unternehmens angepasst.


Hanomag vor Firmensitz

Nachdem die Arbeit für den Firmengründer allein zu schwer wurde, stieg Sohn Lothar Kaufmann in den 1960er Jahren mit in das Kohlengeschäft ein. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Kohlen von Hand in der Fabrik beladen und beim Kunden wieder entladen. Die Mühen dieser Arbeit machten es erforderlich, die Anhänger als Zahnstangenkipper umzurüsten und somit ein schnelleres und leichteres Arbeiten zu ermöglichen.

Nachdem in den 1960er Jahren die nahegelegenen Brikettfabriken wegen mangelnder Rentabilität geschlossen wurden, musste die Kohle aus Bitterfeld bezogen werden. Nach und nach vergrößerte sich daher der Fuhrpark. Unter der Regie von Lothar Kaufmann, der 1971 das Geschäft von seinem Vater Willi Kaufmann übernahm, wuchs die Fahrzeugflotte auf zwei W 50, einen S 4000 sowie diverse Anhänger an, die auch in Eigenregie repariert, geklempnert und lackiert wurden.

W50
Anhänger
S4000

Klaus- Jürgen Kaufmann, der Sohn von Lothar und Annemarie Kaufmann, begann 1975 eine Lehre als Kraftfahrzeugschlosser und absolvierte danach ein Studium zum Diplomingenieur für Maschinenbau/ Kraftfahrzeugtechnik, bevor er 1986 seine Tätigkeit im väterlichen Betrieb aufnahm. Seit 1997 leitet Klaus-Jürgen Kaufmann das Familienunternehmen und vertritt somit die dritte Generation erfolgreich.

Nach 1989 wurde aus dem Brennstoffhandel wieder ein reines Privatunternehmen.
Das Kohlengeschäft wurde erweitert und es kamen neue Produkte wie Holz, Heizöl, Diesel, Schmierstoffe, Öfen, Tanks und Zubehör hinzu. Der Fuhrpark wuchs um weitere Fahrzeuge an.

Flotte
Stapler
Kipper
Multicar

 

Mit der Erweiterung der Geschäftsfelder des Unternehmens wurde es erforderlich, den Firmensitz auszubauen. Neben einem modern ausgestatteten Büro, wo sich Petra Kaufmann, Schwiegertochter Annika Kaufmann und Sohn Florian Kaufmann um die Buchhaltung sowie die Koordination der Arbeitsaufträge kümmern, wurde eine moderne Tankstelleneinrichtung geschaffen. Einer inzwischen seit Generationen üblichen Tradition folgend legen alle "Kaufmänner" bei den meisten Arbeiten selbst mit Hand an.

Baustelle
Baustelle
Baustelle
Baustelle

 

Um die immer größer werdende Nachfrage nach Holz zu decken wurde 2005 ein Holz-Schneid-Spalter zugelegt, welcher die Verarbeitung der Stämme zu fertig geschnittenem und gehacktem Kaminholz erleichtert.

2005 trat Marcus Kaufmann, Sohn von Klaus-Jürgen und Petra Kaufmann, nach Beendigung der Ausbildung zum Heizungs- und Lüftungsbauer in das Unternehmen ein und schloss im Jahr 2012 auch eine berufsbegleitende Ausbildung zum Betriebswirt ab.

2006 wurde das Geschäft durch den Handel mit Pellets erweitert, um die wachsende Nachfrage nach regenerativen Brennstoffen noch besser befriedigen zu können. Dazu wurde 2007 ein Spezial-Niederdruck-Holzpellet-Fahrzeug angeschafft, welches mit On-Board-Verwiegung und einem für Pellets ausgelegten Schlauchsystem ausgestattet ist. 2009 wurde die Transportkapazität durch die Anschaffung eines passenden Silo-Anhängers zum Fahrzeug erweitert.

Silo mit Anhänger

Im Jahr 2008 wurde mit dem Bau des Bio- Energie- Center begonnen. Die ehemals als Rinderstall genutze Halle beherbergt heute einen modernen Umschlagplatz für biogene Brennstoffe. Die Umbauarbeiten wurden größtenteils in Eigenregie geleistet.

BEC-Baustelle
BEC- Baustelle
BEC- Baustelle
BEC- Baustelle
BEC- Baustelle
BEC- Baustelle
 
BEC- Baustelle
 

 

Im Jahre 2011 war es erforderlich die Manpower des Unternehmens zu erhöhen, sodass Olaf Schmidt als neuer Kraftfahrer dazugewonnen werden konnte und Anfangs für den Transport von Heizöl und Diesel im Einsatz war.

Als im Jahre 2014 das Geschäftsfeld um den Handel mit Gasen erweitert wurde übernahm Olaf Schmidt den Transport der Gasbehälter. Heute können Sie bei der Firma Kaufmann technische Gase wie beispielsweise Acetylen, Sauerstoff, verschiedene Schweißschutzgase sowie unzählige weitere Produkte des Weltmarktführers Air Liquide in Zabitz erhalten. Des Weiteren gibt es Propangas der Marke Tyczka Totalgaz in unterschiedlichen Gebinden zu kaufen.

gase_airliquide
tyczkatotalgaz

 

Der jüngste Sohn Florian Kaufmann trat 2014, nach dem er eine Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker und anschließend ein Studium in der Fachrichtung Maschinenbau absolvierte, in das Unternehmen ein. Er und seine Kollegin Frau Heidrun Lemdche sind vorwiegend für die Disposition, Ein- und Verkauf der technischen Gase und Propan zuständig.